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09.12.2012, 22:18 Uhr | Übersicht | Drucken
Flächendeckend kleinere Grundschulklassen
Nicht mehr als 26 Kinder

 

Flächendeckend kleinere Grundschulklassen
Nicht mehr als 26 Kinder

Ab dem Schuljahr 2013/ 2014 nutzt die Stadt Essen die Mög- lichkeiten des 8. Schulrechtsänderungsgesetzes, um die Klas- sengröße an den Grundschulen zu begrenzen. Oberbürgermeis- ter Paß unterstützt diese Entwicklung: „Unsere Aufgabe ist es, gute Rahmenbedingungen für unsere Kinder zu schaffen sowie ihren Bildungsweg so zu begleiten, dass es allen gelingt, ihre vielfältigen Potenziale zu entwickeln und zu nutzen. Da können kleinere Klassen nur hilfreich sein.“

Auf der Grundlage der Daten der Schulanmeldungen am 14. und 15. November dieses Jahres wurden seitens der Stadt die Aufnah- mekapazitäten im Rahmen der neue geregelten Bandbreite zur Klassenbildung von 15 bis 29 Kindern (altes Schulgesetz 18-30 Kinder) kommunal auf 26 Kinder herabgesetzt.

Bildungsdezernent Peter Renzel erläutert: „Durch diese Entschei- dung, dass dem Grundsatz nach keine erste Klasse an Essener Grundschulen von mehr als 26 Kindern besucht wird, verbessern sich die Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit und für einen nachhaltigen Bildungserfolg der Kinder.“



Für Schulen in besonders belasteten Sozialräumen, die vor beson- deren pädagogischen Herausforderungen stehen, wird die Auf- nahmekapazität in Essen sogar auf 23 Kinder pro Klasse abgesenkt. Auf der Grundlage des Essener Konzeptes „Kinderarmut bekämpfen – Teilhabe ermöglichen“ wurden 32 solcher Schulen ermittelt. An 29 Standorten erscheint es schulorganisatorisch möglich, dass die reduzierte Aufnahmekapazität von 23 Kindern pro Klasse bereits zum nächsten Schuljahr umgesetzt werden kann.

Die Stadt Essen sieht in der Klassengröße wird einen zentralen Stellhebel für die Qualität der Schulen. Kompetenzorientiertes und selbstgesteuertes Lernen in individualisierenden Unterrichtsformen gewinnen vor dem Hintergrund sich verändernder beruflicher An- forderungen, auf die Schulen die Kinder und Jugendlichen vorbe- reiten müssen, zunehmend an Bedeutung.

Auch die wachsende Heterogenität der Kinder – soziale Herkunft, Migrationshintergrund und die gemeinsamen Beschulung von Kin- dern mit und ohne Behinderung lassen unsere Klassen „bunter“ werden – erfordern immer stärker differenzierenden Unterricht. Die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer verändert sich durch diese Entwicklung. Sie sind nicht mehr „Wissensvermittler“ sondern indi- vidueller Lernbegleiter. Die Klassengröße ist dabei ein entscheiden- der Faktor, ob es gelingt, alle Kinder im Blick zu halten. Grundsätz- lich gilt dabei, je höher der individuelle Unterstützungsbedarf ist, umso kleiner sollte die Klasse sein.

Das 8. Schulrechtsänderungsgesetz ist erst am 7. November, also eine Woche vor den Anmeldungen in den Grundschulen, verabschiedet worden. Mit den dargestellten Maßnahmen wurden Regelungen gefunden, die die neuen Möglichkeiten des Schulgesetzes bereits für das kommende Schuljahr nutzt, gleichzeitig aber die Zahl der Abweisungen begrenzt und eine wohnortnahe Beschulung aller Kinder sicherstellt. 




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